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Dreifachturnhalle, Günzburg

Passivhausstandard für Turnhalle

Die neue Dreifachturnhalle in Günzburg wird im Passivhausstandard gebaut. Die Stadt Günzburg folgt damit klar definierten Zielen: Berücksichtigung von Umweltaspekten und Einsparungen im Unterhalt.

Die Stadt Günzburg baut zunehmend nachhaltig. Erst im Herbst 2012 wurde der Kindergarten auf der Hagenweide eingeweiht. Er wurde im Passivhausstandard gebaut und verfügt über ein nachhaltiges Energiekonzept. Auch die Grundschule Südost in Günzburg wurde in modularer Bauweise als erste Passivhausschule realisiert. Entsprechend hoch sind die Ansprüche von Stadt und Land, die nun gemeinsam den Bau einer neuen Dreifachturnhalle im Passivhausstandard anstreben. Der Bedarf an Flächen für den Schul- und Vereinssport war in den vergangenen Jahren immer akuter geworden. Deshalb haben Stadt- und Landkreis gemeinsam - gefördert vom Freistaat Bayern - rund 5 Millionen Euro für den Bau einer Turnhalle mit variablen Nutzungsgrößen bereitgestellt.

Mit der Planung und Realisierung des Bauprojektes hat die Stadt Günzburg das Architekturbüro Nething+Ott Generalplaner GmbH beauftragt. Die Architekten haben sich bereits mit verschiedenen Projekten rund um nachhaltiges Bauen einen Namen gemacht. Auch beim Bau der Grundschule Südost haben sie ihre Erfahrungen mit eingebracht. Das Planen von öffentlichen Gebäuden im Passivhausstandard verlangt nach modernen Energiekonzepten und innovativer Bauplanung, mit deren Hilfe die hohen Ansprüche umgesetzt werden.

Aufgrund der Größe und des hohen Raumvolumens setzt der Bau einer Turnhalle im Passivhausstandard bereits im Vorfeld der Planungen eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Baubeteiligten voraus. Es gilt Kältebrücken zu vermeiden, Energieverluste einzudämmen und den Bedarf an Heizenergie sowie Strom niedrig zu halten. Die neue Dreifachturnhalle basiert auf einer Stahlbetonkonstruktion mit mineralischer Dämmung. Wohl durchdacht haben die Architekten die Position der großen Fenster nach Süden, Osten, Westen und im Dachbereich. Sie sorgen für die optimale Ausleuchtung der drei Hallensegmente mit natürlichem Licht und für eine passive Nutzung der Sonnenenergie. Die Lamellen zur Verschattung der Glasfassade werden im Winter so gesteuert, dass sie maximalen Sonnenlicht- und Wärmeeintrag ermöglichen. Die nahezu geschlossene Hülle der Halle erfordert eine Lüftungsanlage. Jedem der drei Hallenabschnitte ist deshalb eine Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung zugeordnet. Diese Anlage schafft ein angenehmes Raumklima mit minimalem Energieaufwand. Auf eine teure Fußbodenheizung kann dadurch verzichtet werden. Mit diesem intelligenten Energiekonzept und der innovativen architektonischen Planung können alle Anforderungen des Passivhausstandards erfüllt werden.

Für die Stadt Günzburg ist der Bau der Dreifachturnhalle im Passivhausstandard ein weiterer Baustein zur Senkung der kommunalen Energie- und Unterhaltskosten. Eine Strategie, die zukunftsweisend ist für die nachhaltige Ausrichtung von Städten und Kommunen. Im Januar 2014 wird die neue Turnhalle ihrer Bestimmung übergeben. Dann steht das Gebäude nicht nur der benachbarten Mittelschule offen, sondern auch den örtlichen Sportvereinen des gesamten Kreises, die für eine sehr gute Auslastung sorgen werden.

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